Im Jahre 2060 ist jeder Dritte über 65 Jahre


Deutschland schrumpft.

Hauptursache: Sinkende Geburtenzahlen und eine wachsende Zahl von Sterbefällen

Heute ist jeder fünfte älter als 65.

Man prognostiziert:

2060 wird jeder dritte über 65 sein.

2060 werden 9.000.000 Menschen über 80 Jahre alt sein.

Aber 2060 wird das Verhältnis zwischen Jungen, Junggebliebenen und Alten wieder ausgeglichener sein.

Soziologen und Demografen sagen: Die Alten bleiben jung.

Der Bevölkerungsforscher Reiner Klingholz prognostiziert eine neue Zeitrechnung.


Wie sieht das Leben der Deutschen im Jahr 2060 aus?

Die Lebenserwartung wird für viele auf über 100 Jahre geschätzt. Man geht auf jeden Fall davon aus, dass Menschen, die in 50 Jahren geboren werden im Durchschnitt 90 Jahre leben können.

Gesunde Ernährung, präventiver Lebensstil und medizinische Quantensprünge machen das möglich, sagt Dieter Otten, Soziologe der Universität Osnabrück.

Es ist möglich, dass sich ein Neunzigjähriger körperlich fit und beruflich und sexuell aktiv wie ein Fünfzigjähriger fühlt.

Als alt werden sich die Menschen erst fühlen, wenn sie tatsächlich hochbetagt und hinfällig geworden sind.

Die negative Seite des hohen Alters werden die 9 Millionen Hochbetagten sein. Das wird ein enormer Pflegebedarf sein und wirft die Frage auf, wer sich um die vielen Alten kümmern kann.

Im Vergleich: heute – 2010 – haben wir 4 Millionen Menschen über 80.

„Setzt sich der Trend zur Individualisierung weiter fort, stehen die wenigen Jungen für die Pflege kaum noch zur Verfügung: Mobile Arbeitswelten, hohe Scheidungsraten- die Schwiegertochter pflegt nicht, weil sie allein erziehend und voll berufstätig ist.“

Setzt sich der heutige Trend fort, wird es immer weniger Kinder und ebenso einen Mangel an Erwerbstätigen geben.

Es kann aber auch aufgrund der höheren Lebenszeit zu folgender Situation kommen:

„Frauen, die weit über 100 Jahre Lebenszeit vor sich haben, die sich angesichts des großen Fachkräftemangels den Job aussuchen und dank der Reproduktionsmedizin die innere Uhr neu stellen können, solche Frauen hätten wieder Zeit für deutlich mehr Kinder.“


Ute Schmitz (Quelle: NRZ vom 19.11.2009, Die Alten bleiben jung, Julia Emmrich)