Anerkennung für
besonderes Engagement beim Ehrenamt
Unter den Ehrenamtlern sind rund ein Drittel über 60 Jahre
alt
In NRW - und hoffentlich auch in anderen Bundesländern -
belohnt die Landesregierung Ehrenamtler mit der Landesehrenamtscard. Vorgesehen ist diese Karte für besonders stark
ehrenamtlich Tätige, die seit zwei Jahren als Minimum fünf Stunden in der Woche
ein Ehrenamt bekleiden.
Ehrenamtlich Aktive erhalten die Möglichkeit des ermäßigten
oder freien Eintritts in städtische Einrichtungen oder Rabatte der an der
Aktion beteiligten Geschäfte.
Bisher gibt es in Mülheim an der Ruhr schon seit zwei Jahren
die Freiwilligencard, die an Ehrenamtler vergeben wird, die sich über zwei
Jahre zwei Stunden pro Woche engagieren. Ihnen wird ebenfalls für ihre Arbeit
Ermäßigung in einigen Geschäften und städtischen Einrichtungen gewährt.
Registriert und vermittelt werden diese freiwilligen Helfer
über Freiwilligenagenturen.
In Deutschland gibt es ca. 23 Millionen Menschen, die sich
nützlich und sinnvoll einem freiwilligen Engagement widmen. Das Engagement der
über 60-Jährigen eröffnet ihnen oft nach dem Berufsleben eine neue Perspektive
in unterschiedlichsten Bereichen, ihre Erfahrungen und ihr Können sinnvoll
einzusetzen und somit weiter aktiv am sozialen und kulturellen Leben
teilzunehmen.
Da sich heute viele ältere Menschen zehn Jahre jünger fühlen
als frühere Generationen, sollten viele Institutionen ihre formellen und
informellen Altersgrenzen, die oft bei 65 Jahren liegen, überdenken und
aufheben. Vielmehr sollten der Ausbau der Infrastruktur gefördert und
Qualifizierung für langfristige Teilhabe ermöglicht werden.
7.12.08, Ute Schmitz