Mit Seniorenarbeit
Erfolg bei der Europäischen Grünen Partei in Ljubljana / Slovenien
Als Mülheimer Grüne
und Schriftführerin des europäischen
Netzwerkes ENGS (European Network of Green Seniors)
habe ich am vergangenen Wochenende mit meinen Kollegen des Vorstandes und
anderen Mitgliedern aus mehreren europäischen Ländern am 8. Council
Meeting der EGP (Europäische Grüne Partei) vom 11. - 13. April in Ljubljana
teilgenommen. Mitbegründer von ENGS im Jahre 2005 war auch der ehemalige erste
Grüne Bürgermeister in Mülheim Dr. Wilhelm Knabe.
Bei der EGP haben
wir uns als relativ junges Netzwerk um den Status des Observership,
einer Vorstufe der Mitgliedschaft, beworben und sind mit deutlicher Mehrheit
ohne Gegenstimmen sehr herzlich als Senioren aufgenommen worden.
In einem Workshop
haben wir das Thema „Ein neuer Generationenvertrag zwischen Jung und Alt“ vorgestellt und
lebendig diskutiert. Dieses Thema ist für uns Grüne schon länger einer der wichtigen
Artikel in unserem Programm und die Generationengerechtigkeit wurde von allen
unseren europäischen Mitgliedern als Thema Nummer eins benannt. Wir sehen die
demografische Entwicklung nicht als Kampf der Generationen, sondern eher als
eine Herausforderung und auch als Chance, gemeinsam mit den Jungen eine Lösung für
ihre Zukunft zu finden.
Wir kennen in ganz
Europa kein Land, in dem der Generationsvertrag ein Gesetz ist. Generationengerechtigkeit
bedeutet für uns, dass staatliches Handeln und Vorhaben der Regierungen unter
dem Begriff der Nachhaltigkeit, das heißt unter Zukunftstauglichkeit geschehen muss und somit auf seine
Generationengerechtigkeit überprüft werden muss, um die kommenden Generationen
nicht noch mehr zu belasten als es schon der Fall ist. Generationengerechtigkeit
bezieht sich nicht nur auf die Renten, wie es im Moment einseitig und populistisch
behandelt wird, sondern beinhaltet auch das Nachhaltigkeitsgebot für künftige
Staatshaushalte, Erwerbsarbeit, Bildung und Forschung, soziale
Sicherungssysteme für Umwelt-, Klima- und Energiepolitik. Es geht nicht darum,
einen Keil zwischen die Generationen zu treiben, sondern darum, zukünftige
Generationen vor zu hoher Verschuldung zu bewahren, mehr Investitionen in die
Zukunft zu tätigen und weniger Staatsverschuldung zuzulassen.
Generationengerechtigkeit
bedeutet für uns Grüne Senioren die Chance, langfristige, nachhaltige Politik
zu machen und ist dann erreicht, wenn heutige und nachrückende Generationen
gleiche Chancen haben, d.h. die Gestaltungsspielräume jetziger und künftiger
Generationen in einem ausgeglichenen Verhältnis sind.
Interessant ist,
dass besonders die Jungen es sind, die wirkliches Interesse
haben, in Zukunft mit uns Senioren an
diesem Thema zu arbeiten.
Mein Name ist Ute
Schmitz. Ich bin für die Altenarbeit in unserem Kreisverband Mülheim an der
Ruhr zuständig und Mitglied des Seniorenbeirats der Stadt Mülheim an der Ruhr,
ebenso im Vorstand der „Grünen Alten“ auf Bundesebene.
Auf dem Foto sehen Sie (von links nach
rechts):
Marc Deckers (Belgien), Hans Beat Schaffner
(Schweiz), Tony Cooreman (Belgien), Tom den Wal
(Niederlande), Ute Schmitz (Deutschland) und Birgit Meinhard-Schiebel
(Österreich)
