EINE LEBENSWERTE ZUKUNFT FÜR JUNG UND ALT
KINDER UND ALTE VOR ARMUT SCHÜTZEN
HEUTE SCHON DIE PROBLEME VON MORGEN LÖSEN
Der demografischen Wandel, die zu erwartende lange Lebenszeit der Menschen in Deutschland, sowie die damit verbundene Finanzierung der Renten, wuden in den Medien häufig mit Schlagzeilen wie „Krieg der Generationen“, „Die Alten übernehmen die Macht“, „Alte nehmen Junge aus“ u. ähnlichen begleitet, und damit unverantwortlich angeheizt.
Die GRÜNEN ALTEN und die GRÜNE JUGEND halten diese Debatte für falsch und wenden sich gegen diese Skandalisierung. Sie lehnen es ab Neiddebatten zu führen und Schuldzuweisungen an einzelne Generationen zu richten .
Richtig ist vielmehr, dass einer Umfrage zufolge (Spiegel 16/2008) auf die Frage „Gibt es In Deutschland einen durch die Rentenerhöhung ausgelösten Krieg der Generationen?“ 56 Prozent der 18 – 29 und sogar 73 Prozent der über 60-Jährigen mit Nein geantwortet haben (ebenso mit Nein geantwortete haben 65 Prozent der 30 – 44-Jährigen und der 69 Prozent der 45 – 59-Jährigen).
Mit Sorge betrachten wir dagegen die steigende Armut bei Kindern und alten Menschen. So ist heute schon bekannt, dass aktuell jedes 4. Kind in Armut lebt und die Renten in Deutschland höchst unterschiedlich verteilt sind. Besonders schlecht stehen gegenwärtig westdeutsche Frauen da: 14, 4 Prozent bekommen eine Renten zwischen 300 und 450 EURO und 22,3 Prozent sogar nur zwischen 150 und 300 EURO. (Gegenwärtig beziehen rund 3 Prozent (Tendenz steigend) aller über 65-Jährigen Grundsicherung im Alter)
Darüber hinaus werden nach einer OECD-Studie zufolge derzeitige Berufseinsteiger selbst mit einer so genannten Riester Vorsorge in 45 Jahren bestenfalls 56 Prozent ihres Bruttoeinkommens als Renten erhalten. Ganz ohne Riester-Rente sind es bislang 48,7 Prozent. Diese Quote wird sogar noch weiter sinken. Vielfach unterbrochene Erwerbsbiographien und Bildungsnotstand bei Kindern und Jugendlichen, ausgelöst durch ein geringes Familieneinkommen, tun ihr Übriges dazu, Armut zu einem der großen sozialen Probleme der nahen Zukunft werden zu lassen.
Die GRÜNEN ALTEN und die GRÜNE JUGEND sehen in der immer größer werdenden Spaltung zwischen Armen und Reichen ein weitaus brisanteres und größeres Konfliktpotenzial als zwischen Jungen und Alten.
Wir fordern daher
– ergebnisorientierte und zukunftsweisende neue Modelle der Alterssicherung, die vor allem der zukünftigen Armut im Alter erfolgreich entgegenwirkt.
– dass Arbeit in Vollzeitbeschäftigung existenzsichernd sein muss, um damit zu Rentenansprüchen oberhalb der Grundsicherung zu führen.
– eine qualifizierte und flächendeckende Kinderbetreuung, die Voraussetzung für eine Erwerbstätigkeit der Eltern ist. Die wiederum ist der beste Schutz vor Kinderarmut. Dabei müssen frühzeitige Bildungsangebote auch für sog. bildungsferne Schichten die Chancengleichheit zwischen arm und reich erheblich verbessern,
– eine Angleichung des Lohniveaus von Frauen und Männern, da Frauen noch immer für die gleiche Arbeit einen geringeren Lohn erhalten als Männer.