Aufruf für ein NRW-Bündnis
„Eine Schule für
alle“
Gemeinsam lernen
von der 1. bis zur 10. Klasse
Unser
bestehendes Bildungssystem erschwert einem erheblichen Teil der Schülerinnen
und Schüler Chancen auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Dies ist ein
Skandal, der unter anderem aus der Aufteilung von neun- bis zehnjährigen
Kindern auf unterschiedliche Schulformen herrührt. Dieses frühe Auslesesystem
gibt es OECD weit nur noch in Deutschland, Österreich und zwei Kantonen der
Schweiz.
Studien
der internationalen Bildungsforschung belegen, dass durch längeres gemeinsames
Lernen
- alle Schülerinnen und Schüler einen höheren Lernerfolg
erzielen und größere Sozialkompetenz entwickeln können,
- die derzeitige enge Abhängigkeit der Bildungschancen
von der sozialen Herkunft abgebaut werden kann.
Die überfälligen Korrekturen an unserem Bildungssystem werden von der
Landesregierung jedoch nicht vollzogen. Im Gegenteil: Beim
Übergang von der Grundschule in weiterführende Schulen wurden durch das neue
Schulgesetz weitere Hürden aufgebaut. Ungleiche Bildungschancen
wurden festgeschrieben.
Vertreter/
Vertreterinnen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, haben heute
ein Aktionsbündnis gegründet, um eine
Volksinitiative / ein Volksbegehren durchzuführen mit dem Ziel, dem Landtag des
Landes Nordrhein-Westfalen einen Gesetzentwurf zur Entscheidung vorzulegen, der
die Zusammenführung aller bestehenden Schulformen beinhaltet. In dieser einen Schule für alle werden Kinder und Jugendliche
bis zum ersten schulischen Abschluss in der Sekundarstufe I gemeinsam beschult.
Schülerinnen und Schüler mit speziellem Förderbedarf gehören von Anfang an dazu
und erhalten dort die notwendige Förderung. Jedes einzelne Mädchen und jeder
einzelne Junge wird in seiner Gesamtentwicklung unterstützt.
2007, von der Europäischen Kommission zum „Europäischen Jahr der
Chancengleichheit für alle“ erklärt, ist für uns der geeignete Zeitpunkt mit
den umfangreichen Vorbereitungen für diese Gesetzesinitiative zu beginnen. So
lange eine Abgeordnetenmehrheit im NRW-Landtag am gegliederten Schulsystem festhält und sich dabei auf eine
angebliche Bevölkerungsmehrheit beruft, machen es die Unterzeichnenden zu ihrer
Aufgabe, sich intensiv um weitere UnterstützerInnen
zu bemühen. Denn das Thema „Eine Schule für alle“ erfordert eine breit
angelegte Diskussion über Parteigrenzen hinweg. Damit gehört der Weg zum Ziel,
die Mehrheit der wahlberechtigten Bevölkerung in NRW zu gewinnen und dies in
einem Volksbegehren zu dokumentieren. Wir laden jeden ein, sich unserem Bündnis
anzuschließen.
Unterstützerliste
für ein NRW-Bündnis „Eine Schule für alle“
- ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen e.V. (vertreten durch Rainer Deimel)
- Aktion Humane Schule (vertreten durch Detlef Träbert, Bundesvorsitzender)
- AK Gemeinsamer Unterricht (vertreten durch Ulrike Niehues und Dr. Brigitte Schumann)
- Roswitha Träbert
(Vorstandsmitglied Aktion Humane Schule)
- Axel Backhaus (wissenschaftlicher Mitarbeiter, Uni
Siegen
- Sigrid Beer, MdL NRW
- Gabriele Beleke, ver.di
- Maya Bernard
- Bärbel Beuermann,
Landesvorstand Linkspartei NRW
- Ingrid Birkmann, GGG
- Bielefelder Eltern für Integration, Mitglied der LAG GL
-GL NRW (vertreten durch Anne Röder)
- Bielefelder Initiative „Eine Schule für alle“ (vertreten
durch Helmut Brinkmann-Kliesch,
Uta Kumar, Maria Landwehr)
- Prof. Hans Brügelmann, Uni
Siegen
- Bündnis Pro-Inklusion (vertreten durch Clemens Dunkel
und Johannes Krane-Erdmann)
- Deutsches Kinderhilfswerk e.V. (vertreten durch Uwe
Kamp und Dr. Heide-Rose Brückner)
- Wolfgang Dominik, GEW
- Karin Dünkel, Bielefeld
- Christine Ehrhardt, Bielefeld
- Angela Feilberger, Bielefeld
- Jan Fischer, Bielefeld
- Förderverein Reformschule Soest e.V. (vertreten durch
Benno Wollny, Vorsitzender)
- Freinet-Kooperative (vertreten durch Gesa Meisen und
Martin Wurm)
- Prof. Dr. Karl Fries, Universität Bielefeld
- Johannes Frommen, WASG
- Jürgen Gerlach, IG BCE
- GEW Kreisverband Herford (vertreten durch den
Vorsitzenden Detlev Paul)
- Dieter Greese, Vorsitzender
Deutscher Kinderschutzbund, Landesverband NRW)
- Elke Grigoriadis, Bielefeld
- Otto Herz, COMED e. V.
- Frank Hoffmann
- S. Jamila Hutchinson,
Schülerin Laborschule
- Mechthild Janda, Bielefeld
- Eleonore Jost
- Norbert Kozicki, Falken
Bildungs- und Freizeitwerk NRW e.V.
- Katarzyna Kuklewska, Studentin
- Bernd Kochanek, Dortmund
- Julia Kron, Studentin
- LandesschülerInnenvertretung NRW
- Christoph Lemm, Aufbruch -
anders besser leben
- Klaus Lange
- Beate Limbrock,
Landeselternkonferenz NRW
- Heide Lindemann, Ver.di
- Jakob Lorenz, Dipl. Ingenieur
- Jürgen Mietz, Schulpsychologe
- mittendrin e.V.(vertreten durch Eva Thoms,
Christine Schulz und Monika Mix)
- Petra Mölder
- Horst J. Nosseler, Bielefeld
- Prof. Dr. Karl
A.. Otto, Uni Bielefeld
- Peeter Raane,
Rosa-Luxemburg-Stiftung
- Anne-Christin Radeke,
Bielefeld
- Prof. Dr. Anne Ratzki, Uni
Paderborn
- Dr.Carsten Rensinghoff, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Philipps-Universität,Marburg
- Renate Schalück
- Helmut Schaper, Mitglied im
Stadtrat Mönchengladbach
- Stefan Schmidt, Bielefeld
- Erika Schulz
- SJD Die Falken, Kreisverband Essen (vertreten durch
Detlef Black)
- Gerfried Stanzel, Schulleiter
- Regina Steckey, GEW
- Benjamin Ülsberg, Bielefeld
- Sabine Unger, Detmold
- Verband alleinerziehender
Mütter und Väter, Landesverband NRW (vertreten durch Antje Beierling)
- Heidrun von der Stück, DIE LINKE, LAG Bildung
- Ingrid Wenzler,
Bundesvorsitzende GGG
- Silvia Wieandt, Bildungsreferentin Falken Bildungs- und
Freizeitwerk NRW e.V.
- Beate Wimberg
- Eberhard Wünsch, Bielefeld
- Thomas Wünsch, Bielefeld
Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert
und ergänzt.
(Stand: 20. Juli 2007)