Unwetterkatastrophen:
Wir sind schon mitten im Klimawandel Rekordregenfälle in weiten Teilen Deutschlands. Hochwasserkatastrophen wie es sie an vielen Orten noch nie gab. Tote sind zu beklagen und viele Verletzte. Sachschäden und Ernteausfälle in Milliardenhöhe. Aber auch andere Länder Europas erleiden ähnliche Katastrophen: Jahrhundertflut in Österreich und Tschechien, viele Tote bei Wasserkatastrophen in Südrussland.Klimaschutz ist eine Existenzfrage
Wissenschaftler sehen in diesen schlimmen Ereignissen bereits die ersten Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels. Die Münchener Rückversicherung, die weltweit Schäden von Naturkatastrophen finanziell absichert, stellt im Vergleich zu den 60er Jahren, heute eine Verdreifachung von Naturkatastrophen fest. Die wirtschaftlichen Schäden addieren sich zu unvorstellbaren Summen. Nach den jüngsten Ereignissen schließen die Versicherungen Beitragserhöhungen nicht aus. Manche Risiken werden in Zukunft gar nicht mehr versicherbar sein. Solidarität Wir zahlen heute für die Klima-Sünden der Vergangenheit. Mit den Betroffenen ist breite gesellschaftliche Solidarität angesagt. Wir dürfen sie nicht hängen lassen. Deshalb unterstützen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Spendensammlungen für die Hochwasseropfer. Solidarität gilt aber auch für die Zukunft. Wir alle müssen schnell und konsequent handeln, um für die Zukunft so weit es geht Schlimmeres zu verhindern. Westerwelle und Stoiber: »Nach uns die Sintflut«? Tatsache ist, dass die CDU/CSU/FDP-Opposition im Bundestag praktisch die gesamte Klimaschutzpolitik, für die wir uns erfolgreich einsetzen, abgelehnt hat. Vor dem Hintergrund der aktuellen Katastrophen ist es aber zynisch und verantwortungslos, dass sie in ihren Wahlprogrammen weiter dafür werben, unsere grünen Erfolge rückgängig zu machen. In Stoibers so genanntem Kompetenzteam ist kein Platz für Umweltpolitik. Würden FDP und Union die Wahl gewinnen, würden sie dort weitermachen, wo sie 1998 gestoppt wurden. Klimaschutz braucht Leute, die ihn wollen und etwas davon verstehen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN! Vorsorgemaßnahmen für den Klimaschutz Nur eine Politik der Vorsorge kann die Kosten des Klimawandels in Grenzen halten. Die von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingeleiteten Klimaschutzmaßnahmen müssen konsequent fortgeführt und forciert werden. Vorsorgepolitik heißt für uns: • massiver Abbau des CO2-Ausstoßes im Verkehrsbereich durch bessere und billigere Angebote von Bus und Bahnen, schnelle Einführung des 3-Liter- Autos und Förderung regenerativer Antriebstechnologien • massiver Ausbau erneuerbarer Energien und Förderung von Energiesparmaßnahmen • weniger Klimagase und Energieverbrauch in der Wirtschaft durch Ökosteuer, Emissionshandel und Selbstverpflichtungen • Ökologisierung von Land- und Forstwirtschaft für den Klimaschutz und einen intakten Wasserhaushalt Klimaschutz ist volkswirtschaftlich sinnvoll Jeder Euro, der heute in den Klimaschutz gesteckt wird, zahlt sich in Zukunft mehrfach aus. Die Vermeidung der Klimakatastrophe beispielsweise durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien stellt auch volkswirtschaftlich gesehen die billigste aller Alternativen dar. Wieder wird deutlich: Für konsequenten Klimaschutz stehen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN! Klimaschutz ist eine Existenzfrage. Die Sicherung unser aller Zukunft dürfen wir nicht Parteien überlassen, die diese Frage noch nicht einmal wichtig nehmen.