„Grüne loben sauberes Trinkwasser in Mülheim und fordern ein generelles Recht hierfür“

 

Viele Meldungen gab es in den letzten Monaten bezüglich der Reinheit des Trinkwassers entlang der Ruhr. PFT und andere Giftstoffe seien nachweisbar hieß es in den Schlagzeilen und minderten erheblich die Qualität des Trinkwassers entlang der Ruhr.

 

In den Horrormeldungen wurde aber schlicht übergangen, dass es auch anders geht: So in Mülheim, wo es diese Probleme gar nicht gibt. Verantwortlich hierfür ist das RWW: Seit nun fast 30 Jahren wird hier das sogenannte „Mülheimer Verfahren“ eingesetzt, das mit Belastungen wie PFT & Co gut fertig wird. Hierbei verzichtet man auf die sonst übliche Chlorung des Wassers und reinigt dieses stattdessen mit Ozon und Aktivkohlefiltern.

 

Grund genug für Bündnis 90/Die Grünen dem RWW in Styrum einen Besuch abzustatten. Neben Vertretern der Mülheimer Ratsfraktion waren auch die ehemalige NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn und Vertreter der Grünen Landtagsfraktion dabei.

 

Styrum ist dabei größte Wasserwerk des RWWs, welches insgesamt ein Versorgungsgebiet von rund 850 km² versorgt. Hier wohnen knapp eine Millionen Menschen, die täglich das Trinkwasser des RWW benutzen. Und dies können sie ohne Bedenken tun. Der Umweltpolitische Sprecher der Grünen Ratsfraktion, Dr. Wolf Jürgen Richter, machte dies zu Anfang gleich klar „Wir wollen heute loben, dass es hier so vorbildlich zugeht“.

 

Bärbel Höhn bezeichnet das RWW als ein „hervorragendes Beispiel für eine gute Lösung, auch wenn dies in der Öffentlichkeit untergeht.“ In den letzten Monaten kritisierte Bärbel Höhn die Wasserwerke entlang der Ruhr scharf, da diese nicht genug gegen PFT unternehmen würden. Doch Mülheim sei ein leuchtendes Beispiel dafür das es gut laufen kann - und das bereits seit 1976. Das ginge leider in der Öffentlichkeit unter. „Die anderen Wasserwerke sollten sich an Mülheim orientieren“, so ihr Credo.

 

Die Grünen forderten hier nochmals ein generelles Recht auf gutes und sauberes Trinkwasser. Dies müsse der Landesgesetzgeber endlich auf den Weg bringen und forderten die Landesregierung auf, endlich Druck auf die anderen Wasserwerksbetreiber zu machen. Geeignete Verfahren seien verfügbar und könnten installiert werden: Das es geht, zeigt das RWW in Mülheim!

 

Stefan Schweers, November 2007

 

Fotos vom Besuch


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