Mülheim an der Ruhr, 13. August 2009

Mülheim nicht zersiedeln


Auf Widerspruch stößt Wirtschaftsförderer Schnitzmeier bei den Grünen. Seine erneute Forderung nach Ausweisung weiterer Gewerbeflächen ist ihnen zu undifferenziert und zu kurzsichtig.


Herr Schnitzmeier“, betont ihr planungspolitischer Sprecher Hubert Niehoff, „wirft Flächenwünsche für Einzelhandel und sonstiges Gewerbe in einen Topf. Noch mehr Areale für Einzelhandel ist aber das Letzte, was Mülheim braucht. Im Interesse der City und der Stadtteilzentren muss die Stadt weiteren Wucherungen einen Riegel vorschieben. Ich fordere ihn deshalb auf, künftig Flächenbedarfe für Einzelhandel gesondert darzustellen!“

Aber auch bei anderem Gewerbe raten die Grünen zur Vorsicht. „Wenn Schnitzmeier“, so Niehoff, „einräumt, dass Umwelttechnik ein auch für Mülheim wichtiger Wachstumsfaktor ist, darf er nicht gleichzeitig Grünflächenfraß predigen und vollziehen. Zum Bekenntnis zu Umwelttechnologien gehört die Erhaltung weicher Standortfaktoren wie des Grüns im Stadtgebiet. Für Firmen mit Ökotechnik ist eine zersiedelte Landschaft keine gute Visitenkarte. Nutzungsumwidmungen wie im Regionalen Flächennutzungsplan, siehe Beispiele wie Erzweg, Schlippenweg und andere, schaffen kurzfristig einen Flächenvorrat. Mittel- und langfristig aber schaden sie der Stadt.“

Hubert Niehoff