Mülheim an der Ruhr, 17. August 2009

Flach, Esser und die Einsamkeit


Ein klares Votum gegen die Ausweitung des Geschäfts- und Düsenfluges am Flugplatz erwarten die Grünen bei der anstehenden Kommunalwahl.


Wir gehen davon aus“, prophezeit Fraktionssprecher Thomas Behrendt, „dass die Düsenfluggegner noch stärker als bisher in den Rat einziehen. Dann gilt es, aus der numerischen eine tatsächliche Mehrheit zu machen. Gefragt ist vor allem die CDU. Einen Wackelkurs wie in den letzten fünf Jahren sollte sie sich nicht mehr erlauben.“

Die Zeit arbeitet, davon ist OB-Kandidatin Barbara Steffens überzeugt, für die Fluglärmgegner. Gerade weil die für den Düsseldorfer Airport geplante Drehkreuzfunktion samt Frachtflugausweitung weiteren Krach verursache. Da sei es einleuchtend, nicht auch noch immer mehr hausgemachten Lärm zu produzieren. „Diese Zeichen“, so Steffens, „erkannte offenbar auch die Gegenseite. Der vor allem von der FDP, später auch der SPD mit großem Getöse noch vor der Kommunalwahl angekündigte Bürgerentscheid versackte kläglich. Der damals lautstark bekundete Wille zur Bürgerbeteiligung, erstarb sang- und klanglos mit der Erkenntnis, dass es für noch mehr Lärm in der Bürgerschaft keine Mehrheit gibt. Noch im Mai verkündete die SPD, auf das Ergebnis des Meinungsbildungsprozesses in Essen warten zu wollen. Die Antwort aus der Nachbarstadt ist deutlich: Sogar die Essener SPD und FDP lehnen den Ausbau ab. Um Frau Flach und Herrn Esser herum wird es zunehmend einsam.“


Barbara Steffens/Thomas Behrendt