Mülheim an der Ruhr, 18. August 2009

Informationslage zu dünn


Interessant, aber finanziell und ohne Schaden für die Innenstadt nur schwer zu verwirklichen. So bewerten die Grünen den Plan eines Studierendenzentrums an der Ruhrpromenade.


40 % der Investitionen sollen bekanntlich Private tragen. Fraglich ist“, erklärt OB-Kandidatin Barbara Steffens, „ob sich für Planungen wie Mensa, Gästehaus, Studentenwohnheim und Wellness-Center mit Billigpreisen für Studenten zahlungskräftige Investoren finden. Hohe Profite lassen sich aus den vorgesehenen Nutzungen nicht ziehen. Ein Tagungszentrum wäre zudem Gift für die Stadthalle.“

Blieben die gesuchten Investoren aus, stünden, so die Grünen, einer Fachhochschule auf dem Kocks-Gelände leere Ruhrpromenaden-Baufelder gegenüber.

Die geplanten Einrichtungen, fordert Steffens, dürfen keine Konkurrenz für die City sein. „Wir wollen die Studierenden nicht nur an der Ruhr, sondern auch auf Schloß- und Leineweberstraße sowie in deren Umgebung.“ Einem zusätzlichen Kino an der Ruhrpromenade können die Grünen deshalb nichts abgewinnen. Zusätzlicher Einzelhandel an der Ruhr müsse weiter ausgeschlossen sein.

Eine abschließende Meinung haben die Grünen aber noch nicht. Dazu seien die Planungen zu nebulös. „An Rektor Menzel liegt es“, so Planungssprecher Hubert Niehoff, „seine Vorstellungen bis zur Hauptausschusssitzung zu konkretisieren und belastbares Datenmaterial zu liefern. Ohne weitere Informationen kann der Ausschuss kein Votum in Richtung Pinkwart abgeben.“


Barbara Steffens/Hubert Niehoff