Mülheim an der Ruhr, 19. August 2009

Für wen spricht Ehlers?


Die Grünen fordern von der Partei „Die Linke“ die unmissverständliche Klarstellung ihrer Position zum Düsen- und Geschäftsflug.


Anlass sind die Äußerungen des Linke-OB-Kandidaten Wim Ehlers. Er spricht sich für den Ausbau des Flugplatzes aus. Noch mehr Fluglärm sei wegen möglicher Arbeitsplätze von der Bevölkerung zu ertragen.

Die Linke“, erklärt Fraktionssprecher Thomas Behrendt, „ist das Überraschungsei im politischen Angebot zur Kommunalwahl. Sie erteilt im Wahlprogramm und – wie in Essen – auf öffentlichen Versammlungen Düsenflug und Flugbewegungserweiterung eine Absage. Ihr OB-Kandidat fordert das Gegenteil. Dazu kündigt er eine in dieser Frage gespaltene Ratsfraktion an. Die Linke muss umgehend klarstellen, was wirklich gilt. Spricht Ehlers nicht für sein Partei, sollte er seine Kandidatur zurückziehen.“

Spitzenkandidatin Annette Lostermann-De Nil: „Zehntausende Mülheimer sollen noch mehr Fluglärm ertragen, weil einigen Managern die Anreise nach Düsseldorf zu lange dauert. Das ist eine Position, die man eher der FDP zuschreibt. Hätte Herr Ehlers sich informiert, wüsste er, dass vom Ausbau kaum Arbeitsplätze zu erwarten sind. Die schafft weitaus beeindruckender die Umwandlung des Areals in ein gemischtes Gewerbe- und Wohngebiet.“

Zu SPD-Chef Esser bemerkt Behrendt: „Er muss sehr verzweifelt sein, wenn er wegen eines womöglich irrlichternden Linke-Kandidaten die Pro-Wüllenkemper-Mehrheit unter Einschluss der Linke ausruft.“


Annette Lostermann-De Nil /Thomas Behrendt