Der Feinstaub in Styrum beschäftigt den Landtag. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Naturschutz soll die Landesregierung auf Antrag der Grüne-Fraktion Stellung beziehen.
Ab 35 Jahrestagen mit einer Belastung von über 50 Mikrogramm Feinstaubteilchen pro Kubikmeter schrillt die Alarmglocke. Die Styrumer Messstation überschritt mit Datum 20. September diesen Wert bereits 22 mal. Sie weist damit unter den 56 im Land verteilten Stationen den zehnthöchsten Wert auf. Nicht auszuschließen ist, dass bis zum Jahresende mehr als 35 Überschreitungstage anfallen.
Weil in Styrum kaum Fortschritte in der Feinstaubbekämpfung zu verzeichnen sind, beantragt die Rüttgers-Regierung nun bei der EU-Kommission einen Aufschub bei der Reduzierung der Schwebeteilchen bis 2011. Für die Landtagsgrünen ist das vor allem Herausforderung zu stärkerem Engagement des Landes und der Stadt.
„Es wird Zeit“, fordert der Mülheimer Verkehrspolitiker Axel Hercher, „dass endlich etwas geschieht. Dabei darf sich die Landesregierung nicht aus der Verantwortung stehlen. Die Gesundheit der Styrumer Bürgerinnen und Bürger steht auf dem Spiel. Wir erwarten konsequentere Schritte als bisher!“