Mülheim an der Ruhr, 22.10.09


Gender und Mobilität


Ihre Forderung nach einem Gleichstellungs– als auch einem Mobilitätsausschuss bekräftigen die Grünen.


"Für Gleichstellungspolitik", erläutert Fraktionsmitglied Katja Geißenhöner, "verwendet man heute oftmals den angelsächsischen Begriff Gender mainstreaming. Er steht für das Bemühen um Gleichstellung der Geschlechter auf vielerlei Ebenen. Dies trifft auf geschlechtsbedingte Benachteiligung von Frauen und Mädchen ebenso zu wie auf die von Männern und Jungen. Deshalb bleibt strukturelle Diskriminierung des weiblichen Geschlechts ein wichtiges Thema. Darüber hinaus widmet sich Gender beispielsweise der Frage, warum heute Jungen in der schulischen Ausbildung teilweise weit hinter Mädchen zurückfallen."

Kommunalpolitisch gelte es, meint Geißenhöner, im Sinne einer Querschnittsaufgabe Entscheidungen, auch finanzpolitische, aus dieser Perspektive heraus zu hinterfragen. "Dies", stellt sie fest, "ist sinnvolle Präventionspolitik."

Für ein Ratsgremium zum Thema Mobilität plädiert der verkehrspolitische Sprecher Axel Hercher. Es soll das Thema umfassend behandeln und damit den Planungsausschuss entlasten. Eine Verknüpfung mit dem bisherigen Betriebeausschuss sei denkbar. Hercher: "Verkehrspolitik spielte im Planungsausschuss bisher nur eine Nebenrolle. Es wird Zeit, dass sich das ändert."

Verzichten wollen die Grünen wie auch andere Fraktionen auf den Ausschuss für Bürgerservice.

Katja Geißenhöner/Axel Hercher