Die heiße Phase der Ratsformierung ist vorüber. Es steht fest, wer im Ausschuss oder Aufsichtsrat sitzt und wer den Vorsitz hat. Dennoch bleiben einige Stellschrauben über. An ihnen drehen die Grünen.
So schlagen sie per Ratsantrag eine beratende Vertretung der Mülheimer Umwelt- und Naturschutzverbände im Umweltausschuss vor. „Wir wollen“, so Fraktionssprecher Thomas Behrendt, „vorhandene Sachkompetenz in den Ausschuss einbinden. BUND, NABU und LNU sind neben anderen Verbänden im Landschaftsbeirat vertreten. Der aber ist anders als der weisungsgebende Ausschuss für Umwelt und Energie nur ein eher beratendes Gremium. Es fehlt der direkte Draht zwischen den Umweltverbänden und der im Ausschuss wirkenden Politik. Wir wären dumm, auf teils in Jahrzehnten erworbenes Fachwissen zu verzichten!“
Eine andere Stellschraube ist die Besetzung der Lärmschutzkommission für den Düsseldorfer Airport. Bisher wahrte der Leiter des Amtes für Umweltschutz oder eine von ihm benannte Vertretung die Mülheimer Belange. Statt seiner soll künftig mit Hubert Niehoff der Vorsitzende des Umweltausschusses die Interessenvertretung der Stadt und ihrer Bürger wahrnehmen. „Wir wollen“, erklärt Behrendt, „eine direkte Vernetzung der Kommission über die Politik in die Bürgerschaft hinein.“
Thomas Behrendt