Aus der vermeintlichen Not eine Tugend machen. Das fordern die Grünen im Hinblick auf den Einsatz von Streusalz und Granulat bei Schneefall im Stadtgebiet.
Seit Jahren verweisen sie auf die höhere Umweltverträglichkeit von Splitt, Granulat und Sand, stießen bei den Verantwortlichen aber auf taube Ohren. In der aktuellen Streusalz-Mangelsituation setzte die MEG aus der Not heraus nun doch die Forderung der Grünen um. Die hieß Einsatz von Streusalz nur noch an besonders gefährlichen Stellen – ansonsten aber ausschließlich Granulat, Splitt oder Sand. Und siehe da – es funktioniert ohne große Probleme.
Kronzeuge ist MEG-Chef Jeppel. Nach seinen Worten mache sich die Kombination „eigentlich ganz gut“. Dies greift Dr. Wolf Jürgen Richter, umweltpolitischer Sprecher der Grünen, gerne auf. „Was notgedrungen in diesem Winter bestens funktioniert, sollte in den folgenden Jahren zur Regel werden. Es gibt keinen Grund, Boden, Vegetation, Gewässer und auch Haustiere weiterhin unnötig dem Salz auszusetzen. Den von der Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern abverlangten Verzicht auf Tausalz sollte sie endlich selbst umsetzen!“
Im von der SPD mit dem Streusalz-Lieferengpass befassten Hauptausschuss werden die Grünen ihren Standpunkt deutlich machen.
Dr. Wolf Jürgen Richter