Mülheim an der Ruhr, 27. Januar 2011

Nano gegen Schlaglöcher

Durch Nanotechnologie wollen die Grünen Straßenbeläge und städtische Finanzen schonen.

Es geht um die Vermeidung insbesondere durch Schnee und Eis entstehender Schlaglöcher. Abhilfe schaffen soll ein Produkt der Firma Nanosky namens „Nanoterra soil“ (NTS). Dabei handelt es sich um eine Mixtur aus Polymeren, winzigsten Nano–Silikatpartikeln und Latex. „Als Zusatz in Asphalt oder Wegebaumaterial“, weiß Umweltsprecher Dr. Wolf Jürgen Richter, „kriecht diese Substanz in kleinste Hohlräume. Der so entstehende keinen Millimeter nachgebende Untergrund trotzt extremen Wetterbedingungen und tonnenschweren Lastwagen. Geeignet ist der Baustoff sowohl für Neubau als auch Reparatur von Straßen. Bei Letzterem mischt eine Fräse den alten Belag einfach mit unter, was Abtransport und Deponierung erspart.“

Bewährt hat sich NTS beim Verkehrswegebau in Sibirien und auf einem Abschnitt der Brenner–Autobahn. Auch beim Straßenbau für die Fußball–EM in der Ukraine findet er Verwendung. Hervorstechende Merkmale: 30 Prozent weniger Bauzeit und Kosten, mindestens verdoppelte Haltbarkeit der Fahrbahndecke. NTS ist ungiftig und umweltneutral.

„Per Anfrage im Planungsausschuss“, erklärt Dr. Richter, „wollen wir erst einmal klären, ob der Baustoff bei städtischen Vorhaben bereits im Gebrauch ist. Momentan spricht alles für seine Verwendung.“

Dr.Wolf Jürgen Richter