Mülheim an der Ruhr, 16. Februar 2011

Gründe für Kulturbetriebsrückführung nicht zwingend

Für falsch halten die Grünen die Rückführung des Kulturbetriebes in die Kernverwaltung. Dies in einer Antwort auf die jüngsten Einlassungen von Kämmerer Uwe Bonan zur Thematik.

„Bis jetzt“, stellt ihre kulturpolitische Sprecherin Dr. Daniela Grobe fest, „sind die für die Rückführung aufgeführten Gründe keineswegs überzeugend. Die immer wieder genannten Einsparungen stellen sich bis auf den Einsatz städtischer statt externer Kräfte für die Wirtschaftsprüfung als höchst vage dar.“

Momentan, das ist für Dr. Grobe unstrittig, funktioniere der Kulturbetrieb hinsichtlich Strukturen und Management bestens. Dies, obwohl er vom Personalbestand am unteren Rand des Machbaren liege. Sparpotenziale seien, unter anderem bei Beratungskosten, weitgehend ausgeschöpft. Das neue kaufmännische Rechnungswesen für Verwaltungen führe der Kulturbetrieb eigenständig durch.

Problematisch sei die Rückführung, weil sie zu Lasten der Flexibilität gehe. Dr. Grobe: „Daraus resultierende längere Entscheidungswege sind nicht zum Vorteil der vielfältigen Kooperationen des Eigenbetriebes. Auch im Beschaffungswesen dürfte dies zu Lähmungen und Verzögerungen führen.“

Dr. Daniela Grobe