Grüne contra RWE
Auf energischen Widerspruch der Grünen stößt RWE bei der Darstellung seiner Fähigkeiten hinsichtlich Stromversorgung und –verteilung.
„Wenn RWE kleineren Stadtwerken unterstellt, weniger effektiv zu arbeiten“, sagt ihr Umweltpolitiker Dr. Wolf Jürgen Richter, „ist das pure Verhinderungsstrategie ohne jeden Nachweis. Weit über 800 erfolgreiche Stadtwerke im Bundesgebiet beweisen eindrucksvoll, dass klein und dezentral besser als groß und unbeweglich ist. Auch wenn es schwerfällt: RWE hat kein Monopol auf effiziente Stromverteilung!“
Auf Widerspruch stößt das Argument, RWE komme ob seiner Größe mit nur 87 Prozent der Kosten von Stadtwerken aus. „Wenn dem so wäre und die Netznutzungsentgelte niedriger sind“, fragt Dr. Richter, „warum hat RWE dann weitaus höhere Endverbraucherpreise als viele Stadtwerke?“
Auch Versorgungssicherheit ist nach Ansicht der Grünen kein Vorteil für RWE. Bei Problemen erfolge die Notlieferung nicht über Notstromaggregate, sondern Ringleitungen. Der katastrophale Stromausfall vor Jahren im Münsterland zeige, dass der Energiegigant mit Steinen aus dem Glashaus werfe.“
Eines ist für die Grünen sonnenklar: „Will Mülheim“, so Dr. Richter, „einen großen Teil der Innovation–City–Projekte umsetzen, ist das mit einem Stadtwerk allemal leichter.“
Dr. Wolf Jürgen Richter