Zeit wird knapp für Fabbrica Italiana
Eine italienische Gastronomie im Speldorfer Depot wird immer unwahrscheinlicher. Die Aussicht, dass sich die „Fabbrica Italiana“ statt dessen im Gelsenkirchener Schloss Horst niederlässt, erhöht sich hingegen.
In der letzten Woche erteilte der dortige Ausschuss für Wirtschaftsförderung der Verwaltung grünes Licht für konkrete Verhandlungen mit den Hattinger Gastronomen. Sie kamen zum Zuge, weil ein bis dahin favorisierter Mitbewerber zurückzog. Im Gespräch ist ein Pachtvertrag über zehn Jahre. Die Stadt strebt eine schnelle Lösung an.
Für Heidemarie Sinn-Leyendecker, Bezirksvertreterin der Grünen im Bezirk Linksruhr, wäre damit eine weitere Chance für das ehemalige Straßenbahndepot vertan. „Speldorf“, sagt sie, „braucht dringend ein funktionierendes Nahversorgungszentrum. In puncto Fabbrica läuft die Zeit aber leider ab.“ Die Bezirksfrau drängt, sollten die Planungen endgültig scheitern, auf eine schnelle und passende Alternativnutzung. „Zu hoffen bleibt“, sagt sie, „dass sich der Insolvenzverwalter nicht verzockt und letztlich mit leeren Händen dasteht.“
In der Bezirksvertretungssitzung am 1. März will Sinn-Leyendecker das Thema auf die Agenda bringen.