Grüne wollen Autobahnlärm mindern
Autobahnlärm ist nervtötend. Auch in Mülheim können längs der A 40 und der A 52 lebende Anwohner ein Lied davon singen. Teils seit Jahrzehnten kämpfen sie mit wechselndem Erfolg auf vielerlei Ebenen gegen den Krach an.
Ihrer Sorgen annehmen will sich nun die rot–grüne Koalition in Düsseldorf. Per Antrag an den Landtag fordert sie ein Lärmkonzept für NRW. Es fußt auf der 2002 erlassenen EU–Umgebungslärmrichtlinie. Sie sollte Lärmbelästigungen durch verschiedene Verkehrsmittel aufzeigen. Im Gefolge dieser Richtlinie erfolgte in den nächsten Jahren die Ermittlung der Lärmbelastung an Straßenverkehrswegen mit mehr als sechs Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Lärmkarten dokumentierten die erschreckenden Ergebnisse. Auf deren Basis erstellten die Städte und Gemeinden Lärmaktionspläne.
Die Ratsfraktion der Mülheimer Grünen nimmt die Landtagsinitiative zum Anlass, das Thema auf die Tagesordnung des Umweltausschusses zu bringen. „Einesteils“, stellt ihr Mobilitätsexperte Axel Hercher fest, „geht es uns um eine Bestandsaufnahme der Situation rund um die betroffenen Autobahnabschnitte in den Stadtteilen Styrum, Dümpten, Heißen, Winkhausen und Mintard. Andererseits“, so Hercher, „sollte Mülheim die Interessen seiner lärmgeplagten Bürger rechtzeitig geltend machen. Wir hoffen zumindest auf Geschwindigkeitsbegrenzungen.“