Mülheim an der Ruhr, 24.03.2011

Luftreinhaltung: Grünes Lob statt CDU-Schelte

Im Streit um die Beschlüsse der Revier–Oberbürgermeister zur Luftreinhalteplanung stellen sich die Grünen auf die Seite von OB Mühlenfeld.

„Genau das, was CDU–Fraktionschef Michels am Eckpunktepapier kritisiert“, erklärt ihr Mobilitätsexperte Axel Hercher, „findet ganz im Gegenteil unsere Zustimmung. Es ist eher noch weiterzuentwickeln.“ Richtig sei, stellen die Grünen klar, den bisher „kaum wirkungsvollen Fleckenteppich“ zu einer einheitlichen Umweltzone abzurunden. Bei allem Verständnis für die Besitzer „alter Möhren“ müsse man mittels Fahrverboten für Fahrzeuge mit roten und gelben Plaketten im Interesse der Gesundheit aller Bürger Ernst machen.

Dass dies dem Handwerk zum Schaden gereiche, weisen die Grünen zurück. Der OB–Beschluss appelliere an die Landesregierung, Investitionsanreize für die Umrüstung von Nutzfahrzeugen zu gewähren.

Überhaupt nicht einverstanden ist Hercher mit der CDU–Kritik an Tempo 100 auf der A 40. „Herr Michels sollte“, so der Verkehrsexperte, „an die lärmgeplagten Autobahnanwohner in Styrum und Dümpten denken. Für sie wäre die Aufhebung des vielerorts bereits bestehenden Tempolimits ein Desaster.“

Das Papier, stellt Hercher klar, sei in der Tat erst einmal Meinung der OB und nicht der Stadt. „Was hindert uns“, fragt er, „dieser Initiative durch Ratsbeschluss mehr Gewicht zu verschaffen?“

Axel Hercher