Lob für Gleichstellungsstelle
Morgen bleibt an Mülheimer Schulen mancher Platz leer. Grund ist der bundesweite Girls Day.
An diesem Mädchen–Zukunftstag können Schülerinnen in Berufsbereiche wie Naturwissenschaften, Technik und Handwerk hineinschnuppern. Genau in die Berufsfelder, in denen bisher noch wenige Frauen arbeiten.
Die Grünen unterstützen die Initiative gerne. Es gehe, betont die gleichstellungspolitische Sprecherin Katja Geißenhöner, um verstärkte Nutzung der Potenziale von Frauen zur Gestaltung der Informations– und Technikgesellschaft. Der Girls Day fördere das Ziel, den Frauenanteil in Führungspositionen und als Unternehmerinnen zu erhöhen. Über 300 Mülheimer Unternehmen machen mit.
„Deren Engagement“, so Geißenhöner, „ist vor allem dem Einsatz der Gleichstellungsstelle zu verdanken. Sie initiierte und betreut das Projekt auf Mülheimer Ebene.“
Der Girls Day führe, sind sich die Grünen sicher, bei den Teilnehmerinnen zu realitätsnahen Einschätzungen in Bezug auf ihre Arbeitsmarktchancen. Die seien oft besser, als Frau denke.
Was Mädchen recht ist, soll auch für Jungen gelten. Ihnen gelte es Einblicke in die Welt der sogenannten typischen Frauenberufe zu verschaffen. Vor allem in erzieherischen, pflegerischen und haushaltsnahen Bereichen stünden junge Männer hinten an. Die Organisation eines Boys Day, so die Grünen, stecke in Mülheim noch in den Kinderschuhen, sei aber unbedingt erforderlich.
Katja Geißenhöner