Mülheim an der Ruhr, 28. April 2011

Gratis und kundenfreundlich

Lob von den Grünen für die Mülheimer Sparkasse. Anders als der Großteil der übrigen Banken stellt sie der Polizei die Fotos von EC–Karten–Betrügern unentgeltlich zur Verfügung.

„Eigentlich sollten“, erklärt die Stadtverordnete Brigitte Erd, „alle Geldinstitute ein Interesse daran haben, die Täter zu überführen.“ Schließlich gehe es um finanzielle Schäden in enormer Höhe. Hinzu kämen psychische Auswirkungen auf die nicht immer gutsituierten und oft auch älteren Betroffenen. Darüber hinaus gelte es, weitere Betrügereien im Vorfeld zu unterbinden.

Befremdlich wirke, dass eine staatliche Behörde für eigentlich Selbstverständliches zur Kasse gebeten werde. Die Polizei ermittle nicht zum Spaß, sondern weil dies ihre ureigene Aufgabe sei. Erd: „Kein Verbrechensopfer käme auf die Idee, für die Teilnahme an einer polizeilichen Vernehmung Geld zu fordern.“ Die Kritik der Polizeigewerkschaft am Verhalten der Banken sei nachvollziehbar. „Dass die polizeiliche Ermittlungsarbeit ganz im Sinne ihrer betroffenen Kunden ist“, so Erd, „muss ihnen eigentlich klar sein.“

Die Mülheimer Sparkasse, betont die Ratsfrau, sei in dieser Frage ein positives Beispiel für Kundenfreundlichkeit.

Brigitte Erd