Mülheim an der Ruhr, 04.05.2011

Lob für Verwaltung, Kritik an „Fundi“ Wiechering

Die Grünen stärken im Streit um Ein– oder Zweirichtungsverkehr auf der Leineweberstraße die Verwaltungsposition.

„Nach diversen Gutachten als auch Anwohner– und Expertenworkshops“, erklärt Mobilitätsexperte Axel Hercher, „sollte SPD–Fraktionschef Wiechering seine fundamentalistische Haltung überdenken. Die Fakten sprechen eine klare Sprache. Alle Erkenntnisse laufen auf Beibehaltung der Einbahnstraße hinaus. Erneute Prüfungen können daran nichts ändern. Sie bedeuten aber einen enormen Finanz– und Arbeitszeitaufwand.“

Die Einführung des Zweirichtungsverkehrs, stellt Hercher klar, erfordere mit ebenfalls angeregten Parkplätzen einen Platzaufwand von mindestens fünf Metern Straßenbreite. Dies könne nur zu Lasten von Straßenbahnen, Fußgängern, Radfahrern oder durch Fällung des Baumbestandes erfolgen. Damit verlöre die Straße ihren Charakter. Hinzu komme der nicht zu realisierende Raumbedarf für eine zusätzliche Abbiegespur am Berliner Platz. Sinnvoller sei es, den westlich ausgerichteten Durchgangsverkehr über den Tourainer Ring zu leiten.

Hercher fordert von Wiechering Pragmatismus statt Ideologie. „Gerade er, der der MBI gerne vorwirft, Fakten zu ignorieren, muss sich daran messen lassen.“

Einigkeit zwischen SPD und Grünen hingegen beim Thema Zweirichtungsverkehr unter dem Tunnel Kurt–Schumacher–Platz. Voraussetzung dafür, so Hercher, sei aber die Verlegung der 112–Endhaltestelle Kaiserplatz von der Kaiserstraße zum Hauptbahnhof.

Axel Hercher