Mülheim an der Ruhr, 12.11.11

Wetten, dass...

Ein Grüner mitten auf der Schloßstraße im T–Shirt der FDP. Eigentlich ebenso kurios wie ein Schalke–Fan im Trikot von Borussia Dortmund. Dennoch bietet Tim Giesbert, Fraktionssprecher der Grünen, einen solchen Wetteinsatz an. Dies für den Fall, dass der einzig verbliebene Bewerber um die Stromkonzession entgegen all seiner Erwartungen nicht RWE ist.

„Es kam, was kommen musste“ , stellt Giesbert angesichts der Reduzierung des Bewerberfeldes auf nur noch ein bisher von der Stadt nicht genanntes Unternehmen fest. Die Vergabe der Stromkonzession sei ohnehin von Beginn an ein abgekartetes Spiel gewesen. Seine Fraktion habe den stillschweigenden Zuschlag an RWE zu Gunsten eines Wettbewerbs noch verhindern können. Nun aber drücke die „unheilige Allianz“ aus mit dem Stromgiganten verflochtener SPD und orientierungsloser CDU ihn um jeden Preis durch und verhindere damit fairen Wettbewerb.

„Dass von ehedem sechs Interessenten“ , so Giesbert, „unter kaum veränderten Rahmenbedingungen fünf die Segel streichen, macht misstrauisch. Es lässt sich zwar nicht beweisen, doch ist zu vermuten, dass abseits des Trauerspiels um die MEDL die anderen vier Interessenten erkannten, aus politischen Gründen chancenlos zu sein. Warum dann Unternehmensgelder in ein aussichtsloses Angebot stecken?“

Tim Giesbert