Mülheim an der Ruhr, 21.11.2011

Gute Nachrichten

Als „mutmachende Signale“ auch für Mülheim werten die Grünen die Ergebnisse einer Expertenanhörung im Umweltausschuss des Bundestages zum Thema Fracking.

Unter den dort referierenden Fachleuten war man sich am Montagvormittag einig: der Abbau von im Gestein gebundenen Erdgas mittels eines hochgiftigen Chemikaliencocktails ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. So sprach sich auch die Mehrzahl der Vortragenden für eine obligatorische Umweltverträglichkeitsprüfung vor Beginn de Förderung aus. Hart kritisierten die Sachverständigen die bisherige Vergabepraxis mittels in Hinterzimmern von Oberbergämtern erteilter Aufsuchungslizenzen.

„Das Hearing“, freut sich Grüne–Umweltexperte Dr. Wolf Jürgen Richter, „zeigt den richtigen Weg auf. Die Bundesregierung sollte wie die NRW–Landesregierung ein Moratorium für die Förderung von unkonventionellem Erdgas beschließen. Dies solange, bis Umweltrisiken geklärt sind und das deutsche Bergrecht modernisiert ist.

Angetan ist die Fraktion auch von der klaren Frontstellung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gegen Fracking. „Dies“, so Dr. Richter, „sind klarere Töne als jene, die wir noch im Juli vom heimischen Wasserversorger RWW hören mussten.“

Auch in Mülheim laufen die Aktivitäten weiter. Die nächste Großveranstaltung findet am Mittwoch, 1. Februar ab 18:00 Uhr im Schulzentrum Broich statt. Dann diskutieren Abgeordnete der Bundestagsparteien zum Thema.

Dr. Wolf Jürgen Richter