Fader Beigeschmack
Die Akte Wolfgang Sauerland ist noch nicht geschlossen. In der Ratssitzung am 15. Dezember machen die Grünen erneut den Wechsel des ehemaligen Amtsleiters zur Flugplatzgesellschaft (FEM) zum Thema.
Mit Hilfe eines Fragenkataloges wollen sie genauere Einzelheiten über den Personaldeal in Erfahrung bringen. So soll die Verwaltung die arbeits– und verwaltungsrechtlichen Grundlagen des Wechsels darlegen. Irritierend für die Fraktion, dass Sauerlands Stelle auch 2012 weiterhin im städtischen Stellenplan ausgewiesen ist. Daraus leitet sich wiederum die Frage ab, wer den ehedem städtischen Mitarbeiter denn künftig entlohnt: Stadt oder FEM. Als erklärungsbedürftig erscheint den Grünen auch der Umstand, dass ein nach A 16 bezahlter städtischer Amtsleiter nun auf die A 14–Stelle des in 2012 ausscheidenden kaufmännischen Leiters der FEM wechselt. Die Frage, wie das alles mit den Grundsätzen von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit einhergehen solle, rundet den Katalog ab.
„Fakt ist“, erklärt Grüne–Fraktionsvize Annette Lostermann–De Nil, „dass ein sehr gut bezahlter städtischer Beamter fortan für die FEM arbeitet – und das offensichtlich weiterhin auf städtische Rechnung. Dadurch entlastet die sieche FEM ihren Personaletat auf Kosten der Stadt und der Mülheimer Steuerzahler. Unseres Erachtens nach“, so die Ratsfrau, „ist das nichts anderes als verdeckte Subventionierung eines defizitären Unternehmens, das nach Ratsbeschluss längst seiner Liquidierung entgegen sieht.“
Annette Lostermann-De Nil